Sa, 31. Mai 2025

Torwarttrainer mit beidseitiger Erfahrung

Zwei Blickwinkel – eine Mission: Marcel Reisgies bringt beidseitige Erfahrung als Torwart und Stürmer mit

Was passiert, wenn ein Torwart zum Stürmer wird? Wenn jemand nicht nur weiß, wie man Tore verhindert, sondern auch, wie man sie eiskalt erzielt? Genau diese einzigartige Kombination bringt Marcel Reisgies mit in die Torwartschule – und sie macht ihn als Trainer so besonders.
Mit gerade einmal sieben Jahren begann Marcel seine Laufbahn im Tor – bei den Sportfreunden aus Düren, seinem Heimatverein. Schon in der F-Jugend war klar: Hier steht jemand mit einem besonderen Gespür für das Spiel zwischen den Pfosten. Bis zur D-Jugend hielt er seinem Jugendverein die Treue, ehe es ihn für drei Jahre zum FC Düren-Niederau zog. Dort entwickelte er sich stetig weiter und wechselte schließlich im zweiten B-Jugendjahr zur Viktoria Arnoldsweiler.
Schon als A-Jugendlicher schnupperte Marcel Bezirksliga-Luft: Als Reservetorwart wurde er an die 1. Mannschaft herangeführt und stand bereits zur Rückrunde als Stammtorwart im Kasten – mit Erfolg. Es folgte der direkte Durchmarsch über die Landesliga in die Verbandsliga. Marcel wurde zum festen Bestandteil und Gesicht der Viktoria im Tor.
Mit 23 Jahren durfte er ein Jahr lang die U23 von Alemannia Aachen in Trainingseinheiten unterstützen – eine weitere wertvolle Erfahrung auf hohem Niveau. Insgesamt stand Marcel fünf Jahre als Stammtorwart in der Verbandsliga für Arnoldsweiler zwischen den Pfosten.
Doch dann kam der Wendepunkt.
Im sechsten Jahr bat er den Trainer, einmal wöchentlich als Feldspieler bei der zweiten Mannschaft mittrainieren zu dürfen – einfach nur aus Spaß am Spiel. Dort traf er auf viele Weggefährten aus der Jugendzeit. Schnell entfachte ein neues Feuer: Nicht mehr nur Tore verhindern, sondern sie selbst zu erzielen.
Schon im darauffolgenden Sommer wechselte er fest ins Sturmzentrum der zweiten Mannschaft – mit durchschlagendem Erfolg. Marcel entwickelte sich zum echten Torjäger im Amateurbereich. Selbst ein Abstecher zum FC Düren mit Regionalliga-Ambitionen konnte daran nichts ändern. Nach einem erkämpften Stammplatz wurde er zwar durch eine Verletzung gebremst, aber nicht gestoppt. Nach der Corona-Pause zog es ihn zurück zu seinem Heimatverein, mit dem er kürzlich – dieses Mal als offensiver Mittelfeldspieler – den Aufstieg in die Verbandsliga feiern durfte.

Der doppelte Vorteil für die Torwartschule

„Man profitiert brutal davon, wenn man beide Seiten kennt“, sagt Marcel heute. „Die Perspektive des Torwarts, aber auch die Denkweise des Stürmers – inklusive der Schwächen, Stärken und typischen Spielsituationen.“
Genau diese Erfahrung fließt in sein Training ein. In der Torwartschule vermittelt er seinen Schützlingen nicht nur Technik und Stellungsspiel, sondern vor allem auch Spielverständnis. Die Torhüter sollen sich aktiv in den Stürmer hineinversetzen können: Welche Entscheidung könnte der Angreifer treffen? Wie kann ich ihn unter Druck setzen, ihn zu Fehlern zwingen oder den Abschluss so schwer wie möglich machen?
Durch diese Herangehensweise lernen Torhüter, Spielsituationen noch schneller zu lesen – und auf einem ganz anderen Level zu agieren.

Torwart oder Torjäger? Marcel Reisgies ist beides – und genau das macht sein Torwarttraining so besonders.

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